_____________________________________________________________Alarmierung-

 

In den 70er Jahren wurden die ersten Funkmeldeempfänger angeschafft, von vielen auch nur “Pieper” genannt. Dadurch war es nun möglich auch nur eine kleine Gruppe (damals 12 Personen) zu alarmieren ohne gleich die Sirene auszulösen. Durch die Sirenenalarmierung war natürlich auch die Bevölkerung über den Einsatz der Feuerwehr informiert. Dies führte häufig zu Problemen an den Einsatzstellen, da die vielen Schaulustigen die Feuerwehr bei ihrer Arbeit behinderten.
Von der Leitstelle wird ein Selektivruf als Fünf-Ton-Folge ausgesendet. Passt diese mit den alarmierten Meldern überein gibt der Meldeempfänger einen akustischen Alarm. Danach kann die Leitstelle eine Durchsage an die Einsatzkräfte durchgeben. Diese analogen Melder haben allerdings den Nachteil, dass sie auf der gleichen Funkfrequenz arbeiten wie die Fahrzeugfunkgeräte. So kommt es bei größeren Einsätzen zu Problemen durch eine Überlastung des Funkverkehrs. Hurricane

Heute arbeitet der Löschzug Neuenkirchen mit digitalen Meldeempfängern (Bild links). Mit diesen ist es auch möglich differenzierter zu alarmieren. Es können 16 verschiedene Alarmgruppen angelegt werden. Diesen sind dann einzelne Textbausteine zugeordnet, die im Alarmfall abgespielt werden. Außer dem akustischen Signal hat die Einsatzkraft dann noch einen Alarmtext, der jederzeit noch einmal abgespielt werden kann. So wissen sie schon, ob es sich um eine Technische Hilfeleistung handelt oder um einen Brandeinsatz. Außerdem ist jede der beiden Gruppen in 3 Klassen unterteilt (klein, mittel und groß)Patron.

Der Löschzugführer, die beiden Stellvertreter (Bild rechts) und einige der Gruppenführer (Bild unten) haben einen digitalen Melder, der zusätzlich noch eine Textinformation übermittelt. Dadurch können sie im Display den Einsatzort und die Einsatzart ablesen. Alle Geräte besitzen auch einen integrierten Vibrationsalarm, damit auch bei einer lauten Umgebung eine Alarmierung nicht verloren geht.BOSS 900

Der Löschzug Neuenkirchen hat 36 Einsatzkräfte mit einem Meldeempfänger ausgestattet. Diese sind in 2 Alarmgruppen aufgeteilt. Bei kleineren Einsätzen wie z.B. Ölspuren, Baumbeseitigung, Pkw-Brand u.ä., wird nur die 1. Meldeschleife alarmiert. Sobald Personen in Gefahr sein könnten, wie bei einem Verkehrsunfall oder einem Wohnungsbrand, werden automatisch beide Schleifen alarmiert. Zusätzlich wird immer ein zweiter Löschzug alarmiert. Falls bei einem Brandeinsatz eine Drehleiter benötigt wird, kommt diese vom Löschzug Rietberg. Bei einem Verkehrsunfall könnten mehrere Personen eingeklemmt sein, oder es könnten Geräte ausfallen, aus diesem Grund wird der 2. Löschzug mit dem entsprechenden Rettungsgerät zusätzlich alarmiert. Da jedes Fahrzeug seine speziellen Geräte und Aufgaben hat, sind natürlich einige Fahrzeuge unterwegs. Eine Nachalarmierung würde unnötige Zeit kosten.FMS

Um den Funkverkehr, der oft aus wiederkehrenden Meldungen besteht, zu entlasten, wurde das Funkmeldesystem (FMS) eingeführt. Dadurch ist es möglich durch drücken einer Taste auf dem Funkhörer eine Meldung zur Leitstelle zu senden. Diese landet dort auf einem großen Bildschirm und auf den Monitoren der Mitarbeiter. Durch Zuordnen verschiedener Zahlen können Informationen, wie z.B. “Fahrzeug ausgerückt”, “Einsatzstelle eingetroffen” oder “Standort des Fahrzeuges an der Wache” durch Drücken einer Taste an die Leitstelle übermittelt werden. Gleichzeitig wird auch die Fahrzeugkennung sichtbar. Dies entlastet den Funkverkehr erheblich und ist somit auch abhörsicher.